Test Akkuschrauber 2011
Akkuschrauber : Kleine Kraftprotze
Wo eine Bohrmaschine aufgrund ihrer Größe oder fehlender Stromversorgung nicht infrage kommt, kann sich ein Akkuschrauber auszeichnen. Dank stetiger Verbesserung der Technik können die handlichen Schrauber in der Praxis durchaus mit den strombetriebenen Geräten mithalten. Egal ob Schrauben in hartes Kieferholz oder Löcher in Beton, mit dem richtigen Gerät gehen die Arbeiten leichter und schneller von der Hand. Die Stiftung Warentest zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Abschneiden der geprüften Produkte, zumal der letzte Test aus dem vergangenen Jahr 2010 vernichtend ausfiel.
Der Preis bestimmt den Wert
Ein möglicher Grund für das gute Abschneiden - 10 von 16 Akkuschrauber erhielten das Gesamturteil "Gut" - mag auch der bewusste Verzicht auf billige Discounterware sein. Keiner der getesteten Akkuschrauber, Schlagbohrschrauber oder Bohrhammer ist im Handel für weniger als 100 Euro erhältlich, der Hitachi DV 18 DSL kostet gar stolze 450 €. Ganz so viel Geld muss man für ein gutes und empfehlenswertes Produkt nicht bezahlen, rund 150 Euro sollten allerdings schon investiert werden.
Akku-Bohrschrauber : Unterschiede
In der Technik haben die geprüften Akkuschrauber ihre Unterschiede. Für einfache Schraubarbeiten und gelegentliches Bohren von leichten Materialien reicht ein Akku-Bohrschrauber völlig aus. Schrauben können damit bequem versenkt werden. Deutlich mehr Kraft, daher auch für das Bohren von Backstein geeignet, bietet ein akkubetriebener Schlagbohrschrauber. Ein akkubetriebenes Gerät, das sich auch problemlos durch Beton bohrt, gab es bisher nicht - Bosch ändert das mit dem leistungsstarken Uneo. Leider enttäuscht das Modell in anderen Punkten, eignet sich wirklich nur zum Bohren harter Materialien.
Ausstattung Akkuschrauber : Details beachten
Ein wichtiger Punkt beim Kauf eines Akkuschraubers ist eine gute Ausstattung, und da steht die Leistung des Akkus an oberster Stelle. Während man die Voltangabe getrost außer Acht lassen kann, sie sagt nichts über die tatsächliche Leistung aus, spielt die angegebene Kapazität eine große Rolle. Zwischen 1,3 und 3 Amperestunden liefern die getesteten Produkte, Hitachi hielt mit seinem genannten Modell am längsten durch. Erfreulich ist die Tatsache, dass die meisten Schrauber mit zwei Akkus ausgeliefert werden, ärgerliche Arbeitsunterbrechungen sind daher unnötig.
Einen integrierten Akku; ganze zweieinhalb Stunden Ladezeit; eine unzureichende Leistung und eine spezielle Bohraufnahme werten das Gesamturteil des Bosch Uneo deutlich ab - Gesamturteil "Ausreichend".
Akkuschrauber Test : Zwei fallen durch
Aus sicherheitsrelevanter Sicht fielen zwei Produkte durch die Prüfung der Stiftung Warentest. Als besonders gefährlich erweist sich der leicht entflammbare Akku des Skil Skildriver 2521, mit 100 Euro zugleich günstigster Akkuschrauber im Test. Im Lagegerät könnte der auswechselbare Akku in Brand geraten, dabei müsste der Kunststoff laut Norm allein verlöschen.
Ein zu starker Rückdrehmoment, der zu einem gefährlichen Rückschlag führen kann, wertete das Ergebnis der Makita BHP 442 ab. Wird der Bohrer blockiert, kann das Modell nicht festgehalten werden - ein zu kurzer Griff und fehlender zweiter Handgriff sucht man vergeblich.
Für beide Modelle daher nur ein "mangelhaftes" Gesamturteil.


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